Auf einer Strecke von rund 6km erstreckt sich unser lieblicher Forellenbach. Mit viel Einsatz und Liebe wurde aus dem ehemals recht trostlosen und verbautem Gewässer ein Bach geschaffen, der einer vielzahl von heimischen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet.
Der Hauptfisch in der "Bach" ist ganz klar die Bachforelle, je nach Wetter, bzw Wasserstand um die Wintermonate Laichen sie mehr oder minder erfolgreich ab. In guten Jahren muss der Bachforellen Bestand kaum künstlich gestützt werden. Die eigenen Nachkommen reichen in dem ein oder anderern Gewässerabschnitt aus, um für einen natürlichen, ausgewogenen Fischbestand zu sorgen. Daneben finden sich in der Schefflenz schöne Barsche, Aale Karpfen und eine reihe verschiedener Weißfische wieder. Bei einer Bestandskontrolle im den 90er Jahren kamen auch einige Exoten wie Schlammpeitzger und Steinbeisser zum Vorschein. Stichlinge fühlen sich in den flachen geschützen Bereichen sehr wohl.
In der Zeit der Umweltsünden in den 60er und 70er Jahre verschwanden viele Fischarten aus der Schefflenz. Durch Verbauung der Wanderwege wurden sie von Ihren Brutpätzen abgeschnitten oder verloren durch Wasserverschmutzung ihre Nahrungsgrundlagen.
In der letzen Zeit wurden und werden von den Gemeinden weitere Rückbaumaßnahmen im Rahmen der EU Durchgängigkeitsverordnung durchgeführt, damit die Schefflenz für die heimischen Wanderfische wieder komplett durchgängig wird. Dadurch erhoffen wir uns die Rückkehr vieler Kleinfischarten wie Groppe oder Elritze, ja vielleicht steigen auch irgendwann wieder die Äschen aus der Jagst in die Schefflenz auf.
Dennoch bietet unser kleines Bächlein, mit seiner durchschnittlichen Breite von etwa drei bis vier metern viel Platz für Überraschungen. Koikarpfen und Schleien schauten schon genauso in verdutzte Angleraugen wie der ein oder andere Hecht.